Therapiezentrum Dietenhofen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, in unserem Therapiezentrum für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Zusätzlich führen wir nach Verordnung Hausbesuche durch. Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, arbeiten wir interdisziplinär. Als zertifizierte EvoCare®-Praxis, steht unseren Patienten ein telemedizinisches Behandlungsverfahren für eine intensivierte Versorgung zur Verfügung.

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TherapiezentrumAllgemeinIntensivtherapie
TeleTherapie EvoLing Neurolinguistik

Aphasie - Intensiv - Therapie

Durch einen Schlaganfall sind Bereiche des Gehirns geschädigt/Gewebe abgestorben. Es muss versucht werden, andere Hirnareale zu aktivieren, so dass diese die Arbeit mit übernehmen. Mit EvoCare® haben Patienten die Möglichkeit täglich und bei Bedarf mehrmals täglich Übungen als TeleTherapie durchzuführen, beispielsweise als Aphasie-Intensiv-Therapie.

Taglich zuhause Therapie! (PDF)


TeleTherapie in der Neurologie - Intensivtherapie - hochfrequentes Üben
In der Neurologie unterstützt Sie die EvoCare®-Behandlung mit Übungen aus der Bewegungstherapie, Sprachherapie und Kognition.

Eine TeleTherapie ermöglicht eine Intensivierung der Therapie, d.h. die verordneten Therapieübungen können täglich in kurzen Einheiten absolviert werden (Beispielsweise sollte Sprachtherapie bei behandlungsbedürftigen Kommunikationsstörungen möglichst täglich stattfinden! Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Rehabilitation aphasischer Störungen nach Schlaganfall.). Die TeleTherapie kann orts- und zeitunabhängig durchgeführt werden, in einer Klinik, Therapiepraxis und auch direkt zu Hause beim Patienten im Wohnzimmer. Die TeleTherapie erfolgt nach therapeutischer Verordnung und Kontrolle.

Die EvoCare®-Behandlung ist seit über 15 Jahren im Einsatz und durch zahlreiche wissenschaftliche Studien evaluiert. Die geprüften und leitliniengerechten Therapieinhalte wurden in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern entwickelt und werden laufend erweitert. Medizinisch-Inhaltlich ist das gesamte Spektrum therapeutischer Übungen aus der Neurologie, Orthopädie und Inneren Medizin abgebildet und Vital- und Befindlichkeitsmonitorings sowie moderne Coachings sind enthalten.

Studien


Was TeleTherapie NICHT ist:
  • Keine Software zur Selbst-Therapierung durch den Patienten – Sondern es werden in der Neurologie Übungen aus der Bewegungstherapie, Sprachtherapie und Kognition von einem zugelassenen Heilmittelerbringer verordnet.
  • Kein starrer Therapieplan – Sondern individuelle Übungen; Übungen können jederzeit an via Telemedizin das aktuelle Leistungsniveau adaptiert werden.
  • Kein virtueller Therapeut und keine Video-Sprechstunde – Sondern reale Therapeuten mit Fortbildungen zur Fachkraft für Telemedizin betreuen mittels eines Telemedizin-Gerätes (Patienten erhalten Leihgeräte) die Ausführungen der Therapieübungen zu Hause.
Die TeleTherapie ist für Patienten mit neurologischen Erkrankungen geeignet: Schlaganfall, Hirnblutung, Hirnschädigungen durch Unfälle, Zustand nach Hirntumor, entzündliche Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose), degenerative Erkrankungen (z. B. Demenz vom Typ Alzheimer, vaskuläre Demenz), neurogene Muskelerkrankungen.

Mit EvoCare® können Therapieübungen aus der Logopädie (Neurolinguistik – Verbesserung der sprachlichen Leistungen im Lesen, Schreiben und Verstehen von Sprache), Ergotherapie (Hirnleistung, Kognition, Psychomotorik), Neuropsychologie (Übungen zur Behandlung von Einschränkungen bei Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis, Reaktion und Koordination) und Physiotherapie (Bewegung, Kräftigung) durchgeführt werden. Ein umfangreiches Übungsportfolio garantiert eine optimal auf die Bedürfnisse abgestimmte Therapie.

Youtube-Film Quelle: Deutsches Telemedizin Zentrum - DTZ e.V.



Versorgungsangebot
Das Versorgungsangebot beinhaltet eine teletherapeutische Betreuung sowie die EvoLino® (Therapiegerät) Nutzung.

Die EvoCare®-Behandlung kann in jeder Phase der Therapie eingesetzt werden, da die Behandlungsinhalte individuell an das jeweilige Leistungsniveau angepasst werden können. Ein hochfrequentes Üben startet idealerweise direkt nach der Akut-Phase.

Eine intensivierte Therapie ist aber auch noch nach Abschluss einer regulären Therapie zu empfehlen, wenn eine nachhaltige Besserung eines spezifischen Störbereiches gewünscht wird. Beispielsweise sollte Sprachtherapie bei behandlungsbedürftigen Kommunikationsstörungen möglichst täglich stattfinden! Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Rehabilitation aphasischer Störungen nach Schlaganfall.

Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zur Einreichung bei dem zuständigen Kostenträger (Kranken-, Unfall-, Rentenversicherung, oder Berufsgenossenschaft). Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne. Telefon: 09824 / 9228850



Mehr als 5-10 Therapiestunden pro Woche - Empfehlung!

"Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie „Teletherapie bei Aphasie“ hatte zum Ziel, die Wirksamkeit von supervidierter Teletherapie zu evaluieren. Im ersten Abschnitt der Dissertation konnte gezeigt werden, dass supervidierte Teletherapie wirksam ist. Patienten mit später postakuter oder chronischer Aphasie verbesserten sich signifikant in der Therapiephase im Vergleich zu einer Kontrollphase, während der keine Therapie angeboten wurde. Das ist ein großer Erfolg.

Bisher gab es nicht viele Evidenzen aus randomisiert-kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit der Aphasietherapie belegten. Umso bemerkenswerter ist es, dass eine Therapieform wirksam ist, die in weiten Teilen nur computerunterstützt und ohne persönliche Anwesenheit des Therapeuten durchgeführt wird. Die supervidierter Teletherapie war sogar ähnlich erfolgreich wie die persönliche Therapie, die mit derselben Intensität von einer erfahrenen Logopädin angeboten wurde. Dieses Ergebnis erbrachte eine Gegenüberstellung beider Therapieformen in einer zweiten kontrolliert-randomisierten Studie. Das Ergebnis birgt große Chancen für eine Verbesserung der Behandlungssituation für Patienten mit Aphasie.

Nach wie vor werden in Deutschland zu wenige Behandlungsstunden für Aphasiker angeboten. Nach einer Meta-Studie von Bhogal und Kollegen (2003) muss störungsspezifische Therapie hochintensiv durchgeführt werden. Nur wenn mehr als 5-10 Therapiestunden pro Woche angeboten werden, kann man auf Fortschritte der sprachlichen Leistungen hoffen. Eine solch intensive Behandlung ist im niedergelassenen Setting nicht zu erbringen. Nur durch Nutzung computergestützter Verfahren kann die Intensität so erhöht werden, dass die sich aus den Vorgaben der Metastudie ergebenden Zielgrößen erreicht werden. Tatsächlich konnte durch die Teletherapiestudie erstmals gezeigt werden, dass Therapiefrequenz durch supervidierte Teletherapie ohne Qualitätsverlust so angehoben wird, dass Patienten nachweislich davon profitieren.

Nun sind Kostenträger und Sprachtherapeuten in die Verantwortung zu nehmen. Bisher werden computerunterstützte Verfahren in der Aphasietherapie nur sehr zu rückhaltend angenommen. Das gilt kostenträgerseitig insofern, dass die finanzielle Vergütung für Teletherapie nur in seltenen Fällen übernommen wird. Solange Teletherapie nicht als Heilmittel abgerechnet werden kann bzw. Sprachtherapeuten die teletherapeutisch behandeln möchten, durch überbordende Bürokratie ausgebremst werden, kann und wird sich Teletherapie nicht etablieren. Umgekehrt gilt, solange Sprachtherapeuten nicht in erster Linie das Wohl der ihnen anvertrauten Patienten im Auge haben und stattdessen nur befürchten, sich durch neue Techniken selbst ‚wegzurationalisieren’, wird Teletherapie einen schweren Stand haben. Es gilt, das Interesse der Patienten und ihr Anrecht auf die bestmögliche Behandlung als Maßgabe für die einzusetzenden Heilmittel zu berücksichtigen. Nur wenn das Interesse am Wohl des Patienten sowohl seitens der Kostenträger als auch seitens der Therapeuten kein Lippenbekenntnis bleibt, wird sich Teletherapie durchsetzen können. Die gegenwärtig zögerliche Haltung kann nur aufgebrochen werden, wenn der Auftrag, den Patienten bestmöglich zu versorgen, in den Vordergrund rückt."

Quelle: Ergebnisse des Projektes „Teletherapie bei Aphasie“, Fortschritte in Behandlung und Diagnostik zentraler neurogener Sprachstörungen, Allgemeine Zusammenfassung und Ausblick, Seite 204, Dissertation Dr. des. Eckart Rupp, Ludwig-Maximilians-Universität München

Link LMU München


Ausführliche Information zur EvoCare®-Behandlung

 

EvoCare®-Behandlung

Telemedizinisches Behandlungsverfahren EvoCare®

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